AEVO-Prüfung – Die Ausbildereignungsprüfung einfach erklärt

Im Video erfährst Du, was in der Ausbildereignungsprüfung auf Dich zukommt. Jetzt anschauen!

AEVO-Prüfung - Die Ausbildereignungsprüfung einfach erklärt

Willst Du zukünftig in Deinem Betrieb als Ausbilder tätig sein, benötigst Du den Ausbilderschein. Er wird Dir nach erfolgreichem Bestehen der Ausbildereignungsprüfung bzw. AEVO-Prüfung von der IHK, HWK oder einer anderen Prüfungsbehörde erteilt. Die AEVO-Prüfung hat keine besonderen Zulassungsvoraussetzungen. Du darfst Dich jedoch intensiv auf die umfassenden Fragen vorbereiten, wenn Du die AEVO-Prüfung erfolgreich rocken willst.

Die Ausbildereignungsprüfung und der AdA-Schein

Der AdA-Schein - AdA steht für Ausbildung der Ausbilder - steht am Ende einer erfolgreichen Ausbildereignungsprüfung. Die Inhalte der AEVO-Prüfung orientieren sich grundsätzlich an Deinem Ausbilder-Berufsfeld. Auf der anderen Seite sind allgemeine Elemente enthalten, die grundsätzlich für die Ausübung einer Ausbildertätigkeit wichtig sind. Deshalb ist der AdA-Schein nicht berufsspezifisch.

Die Prüfung selbst besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen/mündlichen Teil.

Für die freien Berufe, wie Rechtsanwälte oder Ärzte, wird keine AEVO-Prüfung benötigt. Legst Du eine Meisterprüfung ab, ist der AdA-Schein mit dem 4. Teil der Meisterprüfung abgedeckt. Bei einigen Fortbildungen, wie zum Beispiel der IHK-Fortbildung zum Fachwirt, entfällt für Dich der schriftliche Teil der AEVO-Prüfung. Oder genauer: Du kannst Dich von diesem Teil befreien lassen. Du musst jedoch den mündlich-praktischen Teil ablegen.

Ich empfehle Dir, Dir über die Anrechenbarkeit von Prüfungsleistungen auf den AdA-Schein eine konkrete Auskunft bei der zuständigen Kammer einzuholen. Grundsätzlich lassen Prüfungen vor privaten Trägern die Notwendigkeit für den Erwerb des Ausbilderscheins nicht entfallen. Achte deshalb darauf, die Prüfung immer von einem staatlich anerkannten Träger, wie der zuständigen Kammer (IHK / HWK), abzulegen. Für jeden Prüfungsdurchgang - gleich, ob vor dem privaten oder dem staatlichen Träger - fällt in der Regel eine Prüfungsgebühr an.

Die Vorbereitung auf die AEVO-Prüfung

Du hast verschiedene Möglichkeiten, um Dich auf die beiden Prüfungsteile vorzubereiten. Hier werden Präsenz-Lehrgänge von unterschiedlicher zeitlicher Dauer angeboten, Online- und Fernkurse, Hörbücher und schriftliches Material. Für welche Vorbereitung Du Dich entscheidest, hängt auch davon ab, was für ein Lerntyp Du bist. Ferner unterscheiden sich die verschiedenen Vorbereitungs-Methoden in der Flexibilität, im Zeitaufwand und auch hinsichtlich der Kosten. Ganz ohne Vorbereitung lässt sich in der Regel die Ausbildereignungsprüfung nicht bestehen.

Was Dich in der Ausbildereignungsprüfung erwartet

Die Ausbildereignungsprüfung besteht aus zwei großen Prüfungsteilen. Der erste Teil ist eine schriftliche Prüfung. Der zweite eine Kombination aus einem praktischen bzw. mündlichen Prüfungsteil.

Zunächst legst Du die schriftliche Prüfung ab. Im Abstand von einigen Tagen oder Wochen folgt die mündliche Prüfung. Die Einladung zur mündlichen AEVO-Prüfung hängt in der Regel von dem erfolgreichen Bestehen des ersten Prüfungsteils ab.

Der schriftliche Prüfungsteil fragt Dein theoretisches Wissen ab. Dabei kann es sich um offene Fragen, die eine einzige richtige Antwort erlauben, handeln. Es können Antwortmöglichkeiten zum Ankreuzen oder aber freie Antworten zum Einsatz kommen. Öfter kommt das Multiple-Choice-Verfahren vor. Dabei musst Du aus mehreren Antwortmöglichkeiten die richtige Antwort oder die richtigen Antworten auswählen. Auch Mischformen sind möglich. Mein Tipp: Erkundige Dich vorher bei Deiner zuständigen Stelle UND besorge Dir alte Prüfungen!

In beiden Prüfungsteilen können Fragen zu Themen aller vier Handlungsfelder gestellt werden. Zum Beispiel:

  • einen Ausbildungsplan erstellen,
  • Azubis unterstützen und motivieren,
  • Auszubildende beraten,
  • Azubis in ihrer Ausbildung begleiten und sie auf ihre Prüfungen vorbereiten,
  • Azubis und anderen Mitarbeitern aktuelles Wissen aus dem Berufsfeld vermitteln.

Im praktischen Prüfungsteil hast Du die Wahl zwischen der Präsentation oder der Durchführung einer Ausbildungssituation. Beides mit Medien-Unterstützung, wie Beamer, Flip-Chart oder Tafel. Im anschließenden längstens 15-minütigen Fachgespräch werden Dir Fragen zu Deiner Präsentation bzw. Durchführung gestellt. Jedoch, und DAS ist sehr wichtig, dürfen die Prüfer auch Fragen zu allen vier Handlungsfeldern stellen!

Nach dem Fachgespräch beraten sich die Prüfer und teilen Dir das Ergebnis mit. Deine Urkunde bekommst Du in der Regel wenig später per Post zugeschickt.